- Oktober 2020 -

Die Vorstellung am 30. Oktober 2020 zu den Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zum hochautomatisierten Fahren im ÖPNV, stieß auf große Begeisterung. Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund sagte den Projektpartnern die weitere Unterstützung des Vorhabens zu: „Sauber, leise und digital ist der Nahverkehr der Zukunft: Hochautomatisiert fahrende elektrische Kleinbusse können die Attraktivität des Nahverkehrs steigern und dazu beitragen, bestehende Angebotslücken insbesondere auf der letzten Meile durch umweltfreundliche Antriebe zu schließen. Gerne wollen wir den auf drei Jahre angelegten Pilotbetrieb eines hochautomatisierten Shuttles in Ilmenau unterstützen, um auch in Thüringen Erfahrungen mit dieser neuen Technologie zu gewinnen“, so Siegesmund.

Ganzer Artikel auf der Homepage des Umweltministeriums hier lesen

- August 2020 -

Zum Abschluss des Forschungsprojekts AutoNV_OPR (Autonomer Nahverkehr in der Modellregion Ostprignitz-Ruppin) hat die Projektgruppe einen Informationsclip zu dem in Wusterhausen/Dosse eingesetzten automatisierten Shuttle veröffentlicht. In dem kurzen Film wird ein Überblick über Motivation, Verlauf und Ergebnisse des Forschungsprojektes gegeben.

Der Probebetrieb im brandenburgerischen Landkreis Ostprignitz-Ruppin startete am 11. Juli 2019 und wurde am 30. Juni 2020 beendet. Bis Ende September 2020 evaluiert die TU Dresden (Lehrstuhl Verkehrspsychologie) den Betrieb bzgl. der Akzeptanz sowie wirtschaftlicher und sozialer Effekte. Der automatisiert fahrende Kleinbus EZ10 des französischen Herstellers EasyMile ermöglichte auf der rund 8 km langen Strecke eine Anbindung des Bahnhofes an den historischen Stadtkern sowie Nahversorgungsangeboten. Das Shuttle fuhr abgestimmt auf die Regionalbahn RB 73 und die PlusBus-Linie 711.

Das Forschungsprojekt untersuchte den Einsatz von automatisiert fahrenden Kleinbussen im öffentlichen Personennahverkehr, insbesondere im ländlichen Raum und wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Zu den Projektpartnern gehören die Technischen Universitäten Berlin und Dresden, die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft sowie die Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg. Unterstützend sind neben dem IGES Institut zudem der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, das Unternehmen Hüffermann Transportsysteme und das Büro autoBus eingebunden.

Informationsclip hier anschauen

 - Juni 2020 -

Die 3 Partner von Büro autoBus haben im Juni 2020 in Zusammenarbeit mit der TU Ilmenau (Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik) die Machbarkeitsstudie für den automatisierten Busverkehr in Ilmenau (Level 2-Bus) abgeschlossen und abgegeben. Im Auftrag des Ilm-Kreises wurden 6 verschiedene Streckenvorschläge auf Umsetzbarkeit unter Berücksichtigung der aktuellen technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen untersucht. Detailliert wurde die Straßenverkehrsverhältnisse auf der Strecke zwischen Bahnhof und dem Campus der TU bewertet.

Link zum Projekt

  - September 2019 -

 

Für die Heinrich-Böll-Stiftung hat Constantin Pitzen, einer der Gründer des Büros autoBus, eine Publikation veröffentlicht sowie einen Vortrag gehalten, worin er plädiert für eine Verkehrswende im ländlichen Raum um eine umweltfreundlichere Mobilität voran zu bringen. Eines der Ergebnisse der im Jahr 2018 veröffentlichten Studie «Mobilität in Deutschland» war, dass 70 Prozent der Wege im ländlichen Raum der Bundesrepublik mit dem Auto zurückgelegt werden (Infas 2018). Für das Gelingen der Verkehrswende ist es also entscheidend, umweltfreundliche Mobilität hier attraktiver zu machen.

Der Autor betrachtet zunächst die Verkehrssituationen differenziert nach Siedlungstypen und Nutzer/innengruppen. Annehmbare Bedingungen für eine Verkehrswende ohne eigenes Auto finden sich hauptsächlich an den Ballungsrändern und in den Zentren sowie Hauptverkehrsachsen des ländlichen Raums. In den abgelegenen Regionen gibt es den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) fast nur noch als Schüler/innenverkehr zu den entsprechenden Zeiten. Mobilität ohne eigenes Auto ist dort gegenwärtig praktisch nicht möglich.

Als Schlüssel für die Verkehrswende im ländlichen Raum plädiert der Autor für eine veränderte hierarchische Planung des ÖPNV-Netzes, die auf Bundesebene beginnt und verbindlich alle weiteren Ebenen einbezieht. Das schließt aber auch eine größere Autonomie der Kommunen bei der Verantwortung für lokale Busverkehre ein. Dafür müssen sie entsprechend finanziell ausgestattet werden.

Link zur Publikation